Die Varusschlacht, auch als „Schlacht im Teutoburger Wald“ bekannt, jährte sich in 2009 zum 2000. Mal. Ganz Europa blickt zurück auf einen bedeutenden Wendepunkt der Geschichte. Und Lippe ist neben Kalkriese im Osnabrücker Land der Präsentationsort dieses epochalen Ereignisses.


Mit dem Sieg des Cheruskerfürsten Arminius wurde das Ende der Römerherrschaft eingeläutet. Das Monumentaldenkmal zu dem geschichtsträchtigen Ereignis, das Hermannsdenkmals (Hermann war gar nicht Arminius` germanischer Name, aber das lässt sich jetzt nicht mehr ändern!)  schuf der Architekt und Bildhauer Ernst von Bandel und investierte fast sein ganzes Vermögen dafür.
Und bis heute trägt Ostwestfalen-Lippes bekannter und erfolgreichster Fußballverein Arminia Bielfeld stolz seinen Namen.

Danach erlebte die Region das übliche Maß an Machtwechseln. Vom Sachsenkönig Widukind über Napoleon bis zur preußischen Provinz. Allein die Lipper bewahrten sich über gut 800 Jahre ihre Eigenständigkeit. Bis 1947, als Lippe der Verwaltungspolitik zum Opfer fiel und per Bindestrich angehängt wurde. Und wenn nach Wunsch der Landesregierung Ostwestfalen-Lippe demnächst tatsächlich zu „Westfalen“ wird, fallen nicht nur der Bindestrich, sondern auch die noch verbrieften Sonderrechte der Lipper weg.